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Freitag, 03.September 2010
 
Aufbau Deutschland

PR-Profis plaudern aus ihrem Anstaltsleben | 16.10.2008 | druckansicht

WDR erteilt Leseverbot


Der Westdeutsche Rundfunk hat seinen Anspruch auf die Qualitätsführerschaft unter den öffentlich-rechtlichen Unbedarftanstalten untermauert. Mit einer auf der eigenen Website und kostenpflichtig via news-aktuell gestreuten Pressemitteilung erteilte er allen Internet-Usern Leseverbot für folgendes Weltereignis, das bis 19 Uhr des heutigen Abends noch streng geheim ist.
!!! Sperrfrist beachten!!! NDR-Reporter Eric Friedler erhält Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2008 – Verleihung am 16. Oktober in Köln

Sperrfrist für alle Medien: Donnerstag, 19 Uhr!

Eric Friedler, Reporter und Redakteur des Norddeutschen Rundfunks (NDR), ist mit dem diesjährigen Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet worden. Friedler erhält die Auszeichnung „für seine über die Jahre zu beobachtende Unabhängigkeit und sein herausragendes Gespür bei der Wahl der Themen“, so die Jury. Zuletzt sorgte er mit seinem brisanten Dokumentarfilm „Das Schweigen der Quandts“ über die dunkle, eng mit dem Nationalsozialismus verknüpfte Historie einer der einflussreichsten Wirtschaftsdynastien Deutschlands für Aufsehen. Für diesen Film wurde er auch mit dem Deutschen Fernsehpreis 2008 ausgezeichnet.
Den Förderpreis erhält in diesem Jahr die Fernsehreporterin und Filmautorin Christina Pohl. Sie hat laut Jury in der Spiegel-TV-Dokumentation „Die Räuber“ eine sehr eindrucksvolle Sozialreportage vorgelegt und steht mit ihrer Fernseharbeit für das leidenschaftliche Bemühen, das Leben an den Rändern unserer Gesellschaft zu zeigen.

„Mit ihren Dokumentationen präsentieren beide Preisträger“, so WDR-Intendantin Monika Piel, „ganz unterschiedliche Facetten des politischen Journalismus. Besonders freut mich, dass Eric Friedler, der bereits mit dem Förderpreis des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises ausgezeichnet wurde, seine Arbeit konsequent und sehr engagiert fortgesetzt hat. Mit dem Film ‚Das Schweigen der Quandts‘ hat er einmal mehr die Verantwortung des kritischen Journalisten in vorbildlicher Weise wahrgenommen. Christina Pohl schärft mit ihren Reportagen den Blick für die sozialen und gesellschaftlichen Themen der Gegenwart. Sie zeigt mit behutsamer Handschrift das Bild der Betroffenen und erzählt in dichter Filmsprache von Geschichten, Lebenswirklichkeiten und Auswegen. Beiden Preisträgern gratuliere ich sehr herzlich.“

Eric Friedler ist 1971 in Sydney geboren. Nach seinem Abitur in Köln hat er bei amerikanischen Zeitungen volontiert. 1994 ist er für das WDR Fernsehen tätig geworden. Er hat Features für den SWF und den WDR gedreht, war Redakteur bei „Report Mainz“. Friedler gehört zu dem Autorenteam des Buches „Zeugen aus der Todesszene“, das über das jüdische Sonderkommando in Auschwitz handelt. Seit 2002 ist er Redakteur für Sonderprojekte beim NDR.

Christina Pohl, 1965 in Hannoversch Münden geboren, hat an der Freien Universität Berlin ein Magisterstudium in Anglistik, Spanisch und Publizistik absolviert. Nach diversen Tätigkeiten bei privaten Fernsehveranstaltern ist Pohl seit 1991 Filmautorin bei Spiegel-TV und hat dort zahlreiche Beiträge zu Themen vom Rand der Gesellschaft produziert.

Der mit 5.000 Euro dotierte Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis werden von einem 16-köpfigen Freundeskreis des 1995 verstorbenen „Tagesthemen“-Moderators alljährlich an Fernsehjournalisten vergeben, die mit herausragenden Arbeiten bewiesen haben, dass sie kreative, kritische und unabhängige Journalisten sind.

Thomas Roth moderiert die feierliche Veranstaltung im Kölner WDR-Studio. Die Laudatio hält Wolf Biermann.
Übertragung der Preisverleihung: WDR Fernsehen, Donnerstag, 16. Oktober 2008, 23.15 Uhr, PHOENIX, Freitag, 17. Oktober 2008, 15.35 Uhr. Anschließend sendet PHOENIX den ausgezeichneten Film „Das Schweigen der Quandts“.

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