Ja, liebe Chefredakteure, dann folgt doch mal dem Beispiel eures neuen, ungefragten Ratgeberblatts
V.i.S.d.P. 
- und leitartikelt für die Einheitsblockpartei Union: "Alle Mann für Merkel" heißt es dort satirefrei im Juli-Editorial.
Und wenn das gerade schon so praktisch ist mit dem "window of opportunity" mit der Allüberall-Union, dann schreibt doch bitte auch gleich den nervigen Bundesrat ins Abseits. Was soll denn der Quark noch, mit riesigem Aufwand dafür zu sorgen, dass in der Ländervertretung die gleichen Nasen das Sagen haben wie im Bund, um ermächtigungsmäßig mal aufzuräumen. Weg mit dem Firlefanz. Nur Mut! Denn dann, so weiß V.i.S.d.P., gibt es keine Wahlen mehr, auf die Politiker Rücksicht nehmen müssten. Dafür aber sind sie - huijujuhi - dann auch für alles verantwortlich, was sie treiben, kreuzhimmelangst. Und, liebe Chefredakteure, nehmt euch und gebt euren Schreibnegern schon mal für die nächsten zwei Jahre frei, Sabbat quasi. Denn da droht uns eine "ehrliche, klare, inhaltliche Politik", die demnach ohne journalistisches Begleitgeplänkel auskommt. PS: Wer ist eigentlich bei V.i.S.d.P. V.i.S.d.P.? Sebastian Esser, der im Impressum als "verantwortlich" ausgewiesen wird, oder Hajo Schumacher, der da V.i.S.d.P. ist (aber ja von Beruf, laut Kurzbio in seinem aktuellen
Buch 
, mehr freier Autor)?