Am 14. Juli präsentierte der Helgoländer Vorbote in Berlin mit Jörg Tauss den Spitzen-Zwischenrufer der ausklingenden Legislaturperiode. Die
Frankfurter Rundschau 
berichtete aus der ‘Ständigen Vertretung’: »Es dauerte genau zweieinhalb Sätze, bis Jörg Tauss seinem Zwischen-Ruf alle Ehre machte: ‘Sagen wir es deutlich’, fiel der SPD-Bariton dem Redner ins Wort, ‘ich bin die Nummer 1.’«
Die bundesdeutsche Presse, wie etwa die in der Überschrift zitierte Neue
Osnabrücker Zeitung 
, zeigte sich beeindruckt von der verbalen Leistungsfähigkeit unserer Volksvertreter. Ganz staatstragend ließ der Kölner
Express 
seine Leser an der weihevollen Atmosphäre des Plenums teilhaben: »Der Bundestag. Hier ringen die Volksvertreter in hehren Debatten um Einigkeit zum Besten unseres Vaterlandes. Doch nicht immer laufen die Sitzungen des Bundestages respektvoll ab. Zwischenrufe aller Art sind an der Tagesordnung« und zitierte genüsslich aus dem Zwischenruf-Schatz von »arroganter Junge« (Franz Müntefering zu Guido Westerwelle) bis »Zuhälter« (Michael Glos zu Joschka Fischer), ebenso wie zahlreiche andere Zeitungen.Die
Welt 
würdigte die Zwischenrufer-Bestenliste, die »die Satirezeitschrift Helgoländer Vorbote ermittelt hat, um all den Bilanzen, die nun mit Blick auf Neuwahlen erstellt werden, eine nicht unwesentliche hinzuzufügen« und hob Einzelergebnisse hervor, die die Fachwelt in Erstaunen versetzten. So hätte man etwa den Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, auf einem Spitzenplatz erwartet, doch »im Ranking der 50 eifrigsten Zwischenrufer liegt Glos mit 521 Beiträgen nur im Mittelfeld, knapp vor einem gewissen Ludwig Stiegler (512), den man auch eigentlich weiter vorn vermutet hätte.«