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Rüsselsheimer Filmtage | 04.06.2007 | druckansicht

Satire über Selbstmordversuche gewinnt

Der Kurzfilm „Achterbahn“ von Frank Wegerhoff hat den ersten Preis der 14. Rüsselsheimer Filmtage für satirische Kurzfilme gewonnen. Die 1100 Zuschauer des zweitägigen Festivals im Rüsselsheimer Stadttheater wählten den 17 Minuten langen Spielfilm über die Tücken des Selbstmordes zum Gewinner des Wettbewerbs. Auf Platz zwei kam der Stop-Animationsfilm „Freilandeier“ von Daniel Faigle, die Trickanimation „Bundeswehrtyp“ von Till Penzek und Jon Frickey erhielt den dritten Preis.
Dotiert waren die Preise mit 5000, 2000 und 1000 Euro. Michael Kirchberger, Vorsitzender der Cinema Concetta Filmförderung, zeichnete die Sieger am Samstagabend zum Abschluss des Festivals aus. Den zweiten Preis überreichte Kurt Linnert, Direktor der Kreissparkasse Groß-Gerau: Die Sparkassen-Stiftung Groß-Gerau übernahm in diesem Jahr wieder das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. Gespannt hatte das Publikum auf das Ergebnis der Auszählung gewartet und applaudierte den drei Gewinnern zu ihrem Erfolg. Michael Kirchberger strich bei der Preisvergabe die Qualität aller Kurzfilme im Wettbewerb heraus: Allein der Umstand, aus mehr als 110 Einsendungen für das Wettbewerbsprogramm ausgewählt worden zu sein, sei für die Filmemacher schon ein Erfolg.

„Achterbahn“ erzählt mit tiefschwarzem Humor das Zusammentreffen eines Mannes und einer Frau auf einer Brücke, von der sie sich in den Tod stürzen wollen. Aus der unwirklichen Begegnung der beiden Suizid-Kandidaten entwickelt sich ein grotesker Dialog, der zu einem unerwarteten Ausgang führt. „Freilandeier“ ist ein klassisches Road-Movie, das allerdings nicht im Westen der USA, sondern auf einem deutschen Frühstückstisch spielt. „Bundeswehrtyp“ schließlich persifliert das Genre der Action-Spielfiguren und setzt sich dabei satirisch mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr auseinander.

Das 14. Kurzfilmfestival im Rüsselsheimer Stadttheater knüpfte an die Erfolge der vergangenen Jahre an. Im Wettbewerb lief ein Programm aus 18 satirischen Kurzfilmen. Während am Freitag nur die Filme gezeigt wurden, gab es am Samstag außerdem eine begleitende Moderation durch den Journalisten Philipp Engel, der auch Interviews mit den Filmemachern führte. Das Rahmenprogramm auf dem Theatervorplatz mit Biergarten und Musik rundete die Rüsselsheimer Filmtage ab. Am Samstag kamen gut 700 Besucher, insgesamt zählten die Veranstalter an beiden Tagen mehr als 1100 Gäste bei den Filmtagen.

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