Und wo wir gerade beim Zerfetzen sind: Ja, bitte auch Schockfotos von Fetten, vor allem Megafetten. Herrlich. Aber diese plakative Warnung darf natürlich nicht nur auf Schokolade und Pommes, wie sich das Gesundheitspolitikerinnen im ersten Affekt eben raustropfen werden, sondern generalpräventiv: die Schockfotos von offenen Beinen, Hämorrhoiden, Fettleber oder Darmkrebs müssen auf den Chateau Petrus genauso wie auf die Fleischwurst.
Generalpräventiv sollten auch alle Männer mit Schockfotos verziert werden, noch effektiver wären natürlich Schockvideos (mit dem Plasmabildschirm auf der Jacke): von Vergewaltigungen, Banküberfällen, tödlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten. Und weil auch von Frauen unbestreitbar Lebensgefahr ausgeht, muss für sie das gleiche gelten.
Und wie schön werden erst die Wahlzettel, wenn auf ihnen anschaulich vor den Folgen eines Kreuzes gewarnt wird: mit geisteskranken Innenministern, klimascheißeschiefgelaufen überfluteten Rheinstädten, vom LKW überrollten Kindern, mit Schockfotos aus der legalen Massentierhaltung und Schockfotos von verreckenden Menschen, die ihr Schicksal moderner Kolonialpolitik verdanken. Es gibt wohl keinen anderen Weg der Aufklärung als den des Realitätsschocks, der so wenig kaschiert werden darf, dass sich am Ende alle totkotzen ob der Borniertheit dieser Welt.




