Die Welt wird jeden Tag ein bisschen besser. Ach, ein ganzes Stück
sogar. Denn dafür reißen sich ja Stunde um Stunde allein in Deutschland
gut 10.000 Berufspolitiker die Knöpfe vom Kragen, schwitzend und
prustend für das Wohl der Menschheit. Vorgestern hat Schäuble mit dem
totalen Überwachungskrieg den unentdeckten internationalen Terrorismus
besiegt, gerade wurde auf Bali das Makroklima gerettet, nun geht's ums
Mikroklima der Jugend.
Damit die Deutschland-Politiker nicht jede gute Tat allein vollbringen müssen, helfen ihnen da die Politikbeamten aus Brüssel ( - das spart deutsches Denken für das, was deutsches Denken kann, Deportationsmanagement zum Beispiel). Was die Kollegen sich ausgedacht haben weiß ich nicht, weil's ja vermutlich in Belgisch oder Pralinisch verfasst ist. Im Reichstagsbrand jedenfalls macht man daraus ein
Fummelverbot 
für Jugendliche. Auch über Sex unter Jugendlichen nur zu phantasieren ist dann - dank der Erfindung von
"Jugendpornographie" 
- verboten. Ob die Kids noch masturbieren dürfen, ließ sich auf die Schnelle nicht reinkriegen (und was mit dem Vater passiert, der beim Vögeln seiner Frau an die Tochter denkt, ist mir auch nach altem Strafrecht unklar). Da wäre eventuell auch noch was besser zu machen auf der Welt, was würd's vor allem die Waschmütter freuen.
Ein bisschen Sorge habe ich, dass die große Kopulation bei so viel Eiter des Geschlechts bald arbeitslos wird, weil schlicht nichts mehr weltzuretten ist. Das ist nicht etwa deshalb schlimm, weil wir dann endlich die schöne neue Welt haben (nur ohne Sex und Drogen natürlich), sondern weil ich ja wenn überhaupt etwas von den Politikern dann das eine gelernt habe: sofafurzende Arbeitslose sind gesellschaftlicher Rektalterrorismus. Und sowas schlägt mir auf den Darm.