:: Impressum
:: Kontakt
Sonntag, 05.Februar 2012
 
Aufbau Deutschland
SPIEGEL-Kritik
Deutschland Deutschland über alles
Deutschtumsprech
Wahnsinn Deutschland
Politiker versagen - Nichtwählen ist die Antwort
Kabarett und Comedy im Fernsehn
Humor im Bundestag: die politischen Lieblingswitze der Abgeordneten
Kabarett-CD für Home-Karaoke
Kabarett-Shop (extern)

Aufklärungstrauerarbeit (muss weh tun) | 01.01.2008 | druckansicht

Alevitische Inzest-Woche

Welch neujährliche Entschädigung, wenn ein langweilig geglaubter ARD-Tatort viele Stunden nach seiner Versendung unerwartete Aufklärungsarbeit leistet. "Wem Ehre gebührt" war nur auf den ersten Blick ein dem Inhalt angemessen dämlicher Titel für kriminales Gezänk (Mehmet Kurtulus und Maria Furtwängler).
Die Aufregung der organisierten und gut organisierbaren (und damit schon sehr gut deutschtauglichen) (mutmaßlichen) Aleviten ist nur zu verständlich, leben bei Ihnen doch seit Jahrtausenden Männer und Frauen in sogenannten "Familien" zusammen, was argwöhnischen Andersmoslems Phantasietropf für allerlei wilde Spekulationen um das Treiben unter dem Jurtenschleier ist.

Film und alevitische Reaktion darauf machen deutlich: Es gibt in der diesseitigen Realität keinen Inzest unter Aleviten. Es gibt vor allem keine alevitischen Väter, die ihre Töchter dingsen.

Allerdings sollte man bei dieser Gelegenheit - auch im Sinne der Völkerverständigung - zur vollständigen Aufklärung ergänzend sagen, dass es in Deutschland nicht nur keinen alevitischen Inzest gibt, sondern überhaupt keine Blutschande und vor allem keine im Tatort erfundene väterliche Tochterfickerei. Die Aleviten haben gerade mit 20.000 Zeugen glaubhaft versichert: nix Inzest. Streichen wir diese also mit "-Aleviten", bleibt bei google-news nur noch dieses laut Berichterstattung leicht behämmerte Geschwisterpaar (mildernde Umstände) und irgendeine ganz abstruse Theorie über "eine durch Inzest degenerierte, in einer Subkultur auf dem Niveau der Urgemeinschaft lebende Schicht der Zigeunerschaft", aber Allah sei Dank in Ungarn.

Zuzustimmen ist auch der Islambeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion, Lale Akgün, die eine nicht durch die Staatsrundfunkgebühr gedeckte Instrumentalisierung des drögen Films durch unerträglich schlechte Satireazubis und mediengeile Islambeauftragte sieht.
Aufklärungsfragen wirft noch auf, warum bisher keine Gruppe gegen die fiktionale Tatort-Diskriminierung vorgeht, es könne auf dieser Erdscheibe türkischstämmige Mörder geben.

Kommentare

+ Hinzufügen

 

01.01.08 23:23, Yvonne

meine Güte,so was an die goldene Glocke zu hängen.deswegen zu demonstrieren finde ich echt völlig übertrieben und schwachsinnig,jetzt ist doch eh der Tatort schon abgedreht und gesendet worden,die können doch eh nix erreichen und wegen einem Tatort den NDR anzuzeigen voll lächerlich

02.01.08 03:26, unbekannt

wie wärs wenn ich einfach behaupte das die deutschen ihre eigenen kinder misbrauchen, und das wir das im tatort ausstrahlen den es gibt sehr sehr sehr viele leute die das von den deutschen vätern glauben naja ich persöhnlich nicht aber wie würde dir das schmecken yvone

02.01.08 11:45, Stolze Alevitin!

Klar! Für die Deutschen ist ja alles lächerlich! Wie wäre wenn wir die Deutschen als Nationalsozialistisches Pack darstellen, die ihre Kiddis ******? Das wäre ja auch lächerlich, oder? Ich lach mich tot! Es waren nicht die 37 Deutschen die im Hotel Madimak verbrannt wurden, sondern Aleviten!!! Und ich wette, dass sich solche Fälle wiederholen werden, weil solche wie DU behaupten, dass es lächerlich sei. Armes Deutschland, deswegen ist aus Dir nichts geworden!!!!

02.01.08 15:15, Stefan R.

Ich kann den Unmut der Aleviten seht gut nachvollziehen. Für unwissende deutsche Landsleute: Diese Menschen haben genau wegen solchen verlogenen Gerüchten Völkermorde erdulden müssen. Ich verstehe die Aleviten voll und ganz. Anstatt Aleviten, liberale und tolerante Moslems, für die Gesellschaft zu gewinnen, leisten wir Aufbauarbeit für irgendwelche Fundamentalisten.

03.01.08 00:53, akan

Bitte Ruhe bewahren und keine dummen Beispiele bringen. Was wäre wenn ... bringt nicht weiter. Die Einzige, der man einen Vorwurf machen kann, ist die Regisseurin und Drehbuchautorin, die äußerst amateurhaft recherchiert hat. Sie wollte eine höchst komplexe (und dadurch wahrscheinlich interessantere?!?!) Geschichte konstruieren, die sowieso nur ein Bruchteil der Zuschauer verstanden hätte. Und Sie hat sich dadurch so richtig in die Nesseln gesetzt. Keep cool.

+ Hinzufügen

Scheiß Werbung::::::::::::
Verbannung nach Helgoland - Reich & glücklich ohne Politiker

Das völlig andere Deutschland-Buch, das die Einführung der Demokratie nicht nur fordert, sondern für möglich hält. Hardcover Im Buchladen für 13,50 EUR zu haben. Rezension RP: "Es sollte deshalb Pflichtlektüre für jeden sein, der sich mit Politik beschäftigt. Vor allem für Politiker." Aktueller Wahnsinn hier.
Keine Werbung


ONLINE-WAHN Das kuriose Bild des Tages
Deutschland, Deutschland über alles

Kurt Tucholsky relaunched. Der Bestseller von 1929 neu herausgegeben von Timo Rieg. Mit aktuellen Bildern und Dokumenten und einer feinen Auswahl an Tucholsky-Texten aus dessen Gesamtwerk. Hardcover, ISBN 3-938081-91-0, Verlag Berliner Konsortium, 18.- EUR. In jeder Buchhandlung. Rezension zum Relaunch hier.

Es geht um alles! 500 neue Abos für die Jungle World.

Das Zitat des Tages wird Ihnen präsentiert von www.zitate.de
Als investigative...

Berliner Insel-Zeitung sind wir natürlich Fan von Netzwerk Recherche.