2002: Kandidat aus Bayern – Flut im Osten
2005: Kandidatin aus dem Osten – Flut in Bayern
Das kann kein Zufall sein!
Doch nicht genug dessen. Pünktlich zur Wahl lässt sich vernehmen, dass ein SPD-wahlkämpfender Literaturnobelpreisträger den SPD-Kanzlerkandidaten des Friedensnobelpreises (nicht des Literaturnobelpreises, wohlgemerkt) für würdig hält. Dann sickert sogar durch, dass irgendein nicht näher bekannter jemand Schröder sogar für eben diesen Preis vorgeschlagen haben soll, wegen dessen konsequenten Nichtstuns im Irakkrieg. Eitelkeit, Hoffart, Wahlkampftrick, rufen die Pharisäer. Doch in aller Bescheidenheit
Nimmt es da Wunder, dass auch die Gegenkandidatin aus dem atheistischen Osten Zuflucht bei Mystikern sucht – freilich ihr fehlt der rechte Glaube. Steuerwunderheiler Kirchof sei ein „Visionär“, befindet die zweifelnde Angela, aber das heißt noch lange nicht, dass man seiner steuerpolitischen Bergpredigt bis in die letzte Konsequenz folgen müsse, könne oder gar wolle. Insbesondere das radikale Abschreibungsfasten könne man den Gläubigen schwerlich zumuten. Aber das heiße ja nicht, dass man nicht irgendwie doch dran glaube…
Oh Angela, ein bisschen mehr Vertrauen in die Politikfähigkeit des Wunderbaren solltest du schon aufbringen. Sonst werden dir Deutschlands Flüsse nie gehorchen!




