Ein erstes Ergebnis liegt bereits vor. So wird auch bei den Hörfunk-Kollegen in der Hauptstadt der klassische Liebe-Gott-Witz zum besten gegeben. Hier in der Variante von Andreas Peter, MDR-Hörfunk:
Reagan, Breschnew und Honecker stehen vor dem lieben Gott. Der sagt zu Ihnen: „Ich stelle jedem von euch eine Frage und entscheide dann, ob ihr in den Himmel kommt.“ Zuerst wendet er sich an Ronald Reagan:
„Wer bin ich?“
„Der liebe Gott.“, antwortet Reagan und darf in den Himmel.
Als nächstes wird Leonid Breschnew gefragt:
„Wer bin ich?“
„Der liebe Gott.“, antwortet auch Breschnew und darf ebenfalls in den Himmel.
Schließlich geht die Frage an Erich Honecker:
„Wer bin ich?“
Honecker überlegt kurz und sagt dann:
„Das ist mir egal. Ich weiß nur eins, Sie sitzen auf meinem Platz.“
Zum Vergleich der Liebe-Gott-Witz von Christdemokrat Norbert Königshofen, damals immerhin auf Platz 3 unsere Bestenliste der politischen Witze von Politikern:
Nachdem Gott die schlechten Zustände auf der Erde und die Schlechtigkeit der Menschheit besichtigt hat, reicht es ihm. Er bestellt Busch, Putin und Schröder ein und verkündet: Die Zustände auf der Erde sind so schlecht, ich werde sie in drei Tagen vernichten. Bush, Putin und Schröder wird aufgetragen, das zu verkünden.
Putin stellt sich vor die Duma und erklärt: Ich habe zwei schlechte Nachrichten. Gott existiert doch. Der Kommunismus hatte Unrecht. Außerdem wird die Erde in drei Tagen vernichtet.
Busch verkündet vor dem Kongress: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Gott existiert. Die schlechte: Die Erde wird in drei Tagen vernichtet.
Schröder verkündet vor dem Bundestag: Ich habe zwei gute Nachrichten. Gott existiert, daran habe ich nie gezweifelt. Die zweite gute Nachricht ist: Ich werde bis ans Ende aller Tage Bundeskanzler bleiben.
Weniger beliebt als erwartet ist unter den Medienschaffenden bisher der Ultra-Kurz-Witz. Kerstin Jäckel, Redaktionsleiterin im Hauptstadtbüro der „Bunten“ bietet uns aber folgenden, vielleicht nicht ganz unbekannten Dreisatz:
Feind, Todfeind, Parteigenosse.
Auch hier der Vergleich zur Politik:
Julia Klöckner (CDU):
Was passiert, wenn die SPD die Wüste regiert? Lange Zeit gar nichts.
Dann wird der Sand knapp!
Michaela Hustedt (GRÜNE):
Was macht ein Bäcker ohne Arme und Beine? – Rumkugeln.
Ob aber kurz oder lang, noch fehlt den Journalisten das rechte Witze-Maß. Vielleicht wird ja mit der ausgelassenen WM-Stimmung der Humor-Level steigen? So vermutet jedenfalls ein Kollege. Wir sind auf die verwandelten Pointen gespannt.




