So wusste Erler (Wahlkreis Freiburg) - etwas überraschend - einen Schröder-Witz:
Bundeskanzler Schröder spricht bei einem seiner Chinabesuche mit Ministerpräsident Wen Jiabao über die Beliebtheit ihrer beiden Regierungen im Volke. Wen sagt zum Kanzler: „Wir haben 1,3 Milliarden Menschen, aber nur etwas mehr als 80 Millionen lehnen unsere Politik ab.“ Antwort des Bundeskanzlers: "Das ist ja witzig, bei uns sind das exakt genauso viele!"
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD gab zu Protokoll, einmal nicht einen "Witz über die anderen“ erzählen zu wollen. Das kann der HELGOLÄNDER VORBOTE natürlich nur begrüßen, um sein Schröder-Witzebuch weiter zu füllen. Bis 2006 ist schließlich nicht mehr lange hin...
Um einen weiteren Kanzler-Witz bereicherte auch Ernst Burgbacher (Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen) das Humor-Archiv. Wie Gernot Erler löste der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion damit doch tatsächlich sein Versprechen vom letzten Politischen Witz der Woche
ein:
Gerhard Schröder kommt zu Petrus. Himmel oder Hölle? Petrus bietet eine Besichtigung an. In der Hölle wird gefeiert, getanzt, gegessen, getrunken, im Himmel nur Halleluja gesungen. Schröder entscheidet sich für die Hölle. Als er hinuntersteigt, wird nicht mehr gefeiert und getafelt, sondern in glühender Hitze gearbeitet. Auf den Protest Schröders sagt Petrus nur: "Gerhard, Du kennst das doch am besten: Nach der Wahl ist nicht vor der Wahl!"
Mal einen anderen Sozialdemokraten auf’s Korn nimmt dagegen CDUlerin Ursula Lietz (Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal):
Wolfgang Thierse kommt zum Frisör, der Figaro nimmt die Schere und schneidet und schneidet und schneidet. Plötzlich hält er inne: "Herr Bundestagspräsident, haben Sie früher mal eine Baskenmütze getragen?" Thierse: "Ja, warum?" Der Frisör: "Stellen Sie sich vor, die hab' ich hier grade gefunden!"
Da Alexander Bonde von den GRÜNEN aus Termingründen noch keine Puste für einen Witz hatte, drohte also auch in dieser Woche wieder ein humoristisches Übergewicht der Opposition. Aus Gründen des politischen Pointenausgleichs verzichtete der HELGOLÄNDER VORBOTE daher diesmal auf eine Anfrage bei den zuverlässig witzfesten CSUlern und gab der SPD die Chance zum Ausgleich.
Genutzt hat sie Ulrich Kelber (Wahlkreis Bonn) und damit zugleich das 1:0 gegen den Osten der Republik geschossen. Der Sozialdemokrat erzählte nämlich folgenden Witz:
Hans Eichel will das nächste Haushaltsloch durch die Veräußerung von Immobilien stopfen. Er plant den Verkauf der fünf größten Liegenschaften: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Ehrensache ist es zwar nicht, dass beim nächsten Politischen Witz der Woche über die Mauer in den Köpfen zurückpointiert werden kann, aber der HELGOLÄNDER VORBOTE wird den Ostlern im Parlament trotzdem Gelegenheit geben ihr Bonmot in die alten Bundesländer zu transferieren.
Wegen wiederholter Nachfrage hier auch noch einmal die Links zu unseren Altausgaben des Politischen Witzes der Woche. Sitzungsfreie Reichstagswochen können allerdings zu erheblichen Lachausfällen führen
Politischer Witz der Woche 18.03.2005 ![]()
Politischer Witz der Woche 25.03.2005 ![]()
Politischer Witz der Woche 14.04.2005 ![]()




