Hoch im Witz steht bei den Christdemokraten Gerhard Schröder. Viel Zeit für die Pointe bleibt vielleicht nicht mehr. So überbringt uns Helmut Heiderich von der CDU folgenden Wahlwitz:
Ruft einer im Kanzleramt an.
Ist dort Scharping?
Nein, - hier ist doch Schröder, da haben sie sich verwählt.
Macht nichts, bei dem haben wir uns doch alle verwählt.
Andreas Schockenhoff, CDU, nimmt dagegen die amtierende Gattin des Kanzlers als Anlass für ein Wortspiel:
Warum heißt die Gattin des Kanzlers Doris Schröder-Köpf?
Na, wenn Sie Köpf-Schröder heißen würde, könnte es die Parteilinke als
Aufforderung missverstehen...
Einen Spruch von Karl Valentin anstelle des politischen Witzes borgt sich CSUler Eduard Lintner. So ermuntert der mehrmalige Schirmherr von Vereinsjubiläen die Jubilierenden:
"Leut, versauft nicht euer ganzes Geld, kauft lieber Bier davon!"
Den Abschied auf die gute, alte SPD singt schon Jörg van Essen. Das hört sich beim Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Fraktion so an:
Treffen sich zwei Genossen der SPD, da fragt der eine den anderen.
"Hey Genosse wie geht’s, ich hab dich ja gar nicht auf dem letzten Parteitag
gesehen?“
Darauf der andere: "Ach hätt’ ich gewusst, dass es der letzte ist, wäre ich
auch gekommen".
Das kann die SPD nicht einfach verklingen lassen. Doch wendet sich der 1. Parlamentarische Zwischenrufer des Bundestages, Jörg Tauss, in seiner außerordentlichen Vielseitigkeit den GRÜNEN zu:
Treffen sich zwei Leichenbestatter und jammern über ihren Stress: Hatte heute zwei Erdbestattungen und drei Krematoriumstermine klagt der Erste. Der Zweite kontert: Ist ja gar nichts. Bei mir waren es drei im Krematorium, zwei Erdbestattungen und drei Kompostierungen!!! Kompostierungen??? fragt der Erste - na ja, antwortet sein Kollege, die GRÜNEn kommen eben auch ins Alter...
Das Gewerbe des Todes scheint den Sozialdemokraten zur Zeit sehr nahe zu kommen. Beginnt doch auch Hans Werner Bertls Humorstück mit einem Sarggeschäft:
Kommt ein Mann in ein Sarggeschäft. „Guten Tag“, sagt der Verkäufer, „womit kann ich Ihnen helfen?“
„Ich hätte gern ein Pferd.“
„Wollen Sie es hier trinken oder soll ich es Ihnen einpacken?“
„Ne, danke, es geht so. Ich hab mein Fahrrad draußen.“




