Neu: Frauenampel auch für Männer

Geschlechtergerecht? Die kopflose Ampel
Geschlechtergerecht? Die kopflose Ampel

Es ist aber auch eine verflixt komplizierte Gendertime. Wir sind uns zwar einig: Männer und Frauen sollen gleichberechtigt sein. Vor allem quantiativ. Per Quote wird der Frauenanteil erhöht, in DAX-Vorständen, bei der PKW-Zulassung, in der Camorra. Aber Vorsicht vor Klischees. Wer an Frauen in den Vorstandsetagen denkt, sollte nicht nur Anke Schäferkordt vor Augen haben, sondern auch die Type Cindy aus Marzahn. Mehr Frauen in der Politik darf nicht nur bedeuten mehr von der Leyen, sondern muss auch heißen, auch wenn’s noch so arg weh tut: mehr Andrea Nahles.

Was den Genderscheiß so schwierig macht, ist die Biologie. Wie queer ein Sexualleben auch sein mag, es will Geschlechter erkennen: potentieller Paarungspartner oder Konkurrentin? Doch da zicken vor allem die mutmaßlichen Frauen rum. Zöpfe oder Röcke etwa werden unbeachtet aller männlicher Verbiegungen dem Weib zugeordnet, – wenn auch dem falschen, weil traditionellen, katholischen und nicht-emanzipierten. Und im behüteten Kopf sehen Frauen unbekümmert aller Laufstege dieser Welt immer ein männliches Cockpit.
Wie soll da der Straßenverkehr geschlechtergerecht werden? Ampelmännchen sind schließlich patriarchal. Ampelfiguren mit Zöpfchen und Röckchen sind sexistisch.

Da bleibt für die Gender-Mainstreaming konforme Ampel eigentlich nur: die Megatitte. Sie würde unbestechliche und selbst für Bodybuilder unnachahmliche Weiblichkeit in den öffentlichen Raum stellen, ohne irgendeine Sexualpräferenz zu behaupten oder eine gesellschaftliche Rolle zuzuschreiben. Im Busen können sich alle wiederfinden, die Heteromänner und die Homofrauen, Elektra, Ödipus und das laktierte Kind.

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